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ZVMS-Verbandsversammlung

Chemnitz, 14.09.2018

ZVMS-Verbandsversammlung beschließt Einführung des JungeLeuteTicket Außerdem auf der Tagesordnung: Vergabe Freiberg – Holzhau Vergabe Neigetechnik-Netz Thüringen Neues Fahrzeugkonzept VDV-TramTrain für das Chemnitzer Modell

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS) hat am heutigen Tag die Einführung eines neuen Tarifangebotes beschlossen: Das JungeLeuteTicket (JLT) soll das Tarifsortiment des Verkehrsverbundes Mittelsachsen ab 1. Dezember 2018 als Flatrate-Angebot für den Personenkreis der 16- bis 25-jährigen Fahrgäste erweitern.

Das JLT zum Preis von 48,00 Euro pro Monat ist ein Abonnement im Normaltarif mit einer Mindestvertragslaufzeit von vier Monaten. Es gilt im gesamten VMS-Verbundgebiet in allen Bussen, Straßenbahnen und Eisenbahnen (außer Fichtelbergbahn). Genutzt werden kann es zwischen dem 16. und dem 26. Geburtstag der Abonnentin/des Abonnenten. Das Ticket ist personengebunden und wird über ein im Verbund ansässiges Verkehrsunternehmen auf Antrag ausgegeben.

Ähnlich der erfolgreichen und bewährten Schülerverbundkarte und dem beliebten Seniorenticket handelt es sich bei dem JungeLeuteTicket um ein Pauschalangebot. Es soll insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen, die nach Beendigung ihrer schulischen Ausbildung die Schülerverbundkarte nicht mehr nutzen können. Das Ticket kann dann sowohl für den täglichen Arbeitsweg als auch rund um die Uhr in der Freizeit genutzt werden. Es ist damit das neue kostengünstige und umweltschonende Mobilitätsangebot für junge Leute. Infos zum JungeLeuteTicket erteilt das VMS-Serviceteam unter 0371 40008-88 und per E-Mail unter info@vms.de. Eine Übersicht aller VMS-Tarifangebote ist außerdem im VMS-Kundenbüro am Rathaus 2, 09111 Chemnitz und unter www.vms.de erhältlich.

Ergänzungsvereinbarung zum Verkehrsvertrag mit der Freiberger Eisenbahn

Der aktuelle Verkehrsvertrag zwischen dem ZVMS und der Freiberger Eisenbahngesellschaft mbH (FEG) endet mit Ablauf der Fahrplanperiode 2018/19. Zur weiteren Bestellung der Verkehrsleistungen zwischen Freiberg und Holzhau erfolgt nun die Verlängerung des seit dem 5. Mai 2000 bestehenden Vertragsverhältnisses. Die angestrebte Direktvergabe der Leistung an die FEG bis 2024 ist mit der in der heutigen Verbandsversammlung des ZVMS beschlossenen Ergänzungsvereinbarung möglich.

Kosteneinsparungen werden im neuen Vertragszeitraum zur Angebotserweiterung, zum Beispiel der Schließung von Taktlücken am Wochenende, genutzt. Geplant sind vier zusätzliche Zugpaare. Damit wird im Tagesverkehr ein fast durchgängiger Ein-Stunden-Takt angeboten.

Außerdem beabsichtigt die FEG, optionale und witterungsabhängige Leistungen in den Weihnachts- und Winterferien durchzuführen. An Feiertagen können bei geeignetem Wetter drei zusätzliche Zugpaare verkehren.

Durchführung des SPNV-Vergabeverfahrens „Neigetechnik-Netz Thüringen“

Durch die Verbandsversammlung erfolgte außerdem der Beschluss über die Durchführung des SPNV-Vergabeverfahrens für das Neigetechnik-Netz Thüringen ab 2021 sowie über den vorherigen Abschluss der Verwaltungsvereinbarung der am Netz beteiligten Aufgabenträger.

Der Verkehrsvertrag mit der DB Regio AG für das gesamte Neigetechnik-Netz inklusive der Linie RE 1 zwischen Glauchau und der Thüringer Städtekette Gera, Jena, Weimar, Erfurt und Gotha endet im Dezember 2021. Für den Abschnitt Glauchau – Gößnitz (Landesgrenze Thüringen) wurde 2014 nach der Vergabe der Leistungen für die Linie RE 1 ein gesonderter Vertrag mit dem ZVMS abgeschlossen. Für die Verkehrsleistungen ab 2021, die als gesamtes Neigetechnik-Netz bis nach Glauchau vergeben werden sollen, ist vorgesehen, unter der Federführung des Freistaates Thüringen einen gemeinsamen Verkehrsvertrag aller am Neigetechnik-Netz Thüringen beteiligten SPNV-Aufgabenträger abzustimmen.

Fahrzeugbeschaffungs-Konzept für das Chemnitzer Modell

Darüber hinaus beschlossen wurde ein neues Fahrzeugkonzept für einen perspektivischen Einsatz von rein-elektrischen Zweisystemfahrzeugen auf einzelnen Strecken des Chemnitzer Modells sowie die Vorbereitung der Fahrzeugbeschaffung im Rahmen dieses Konzeptes.

Der ZVMS wird dafür der Projektgruppe „VDV-TramTrain“ beitreten, für welche sich bestehende und geplante deutsche und österreichische Zweisystembetriebe zusammenschließen. Gemeinsam möchten sie ein als Standard definiertes Fahrzeug mit verschiedenen konfigurierbaren Varianten entwickeln. Insgesamt soll voraussichtlich die Herstellung von 200 - 300 Fahrzeugen beauftragt werden. Die gemeinschaftliche Beschaffung einer höheren Anzahl von Zweisystemfahrzeugen ist deutlich wirtschaftlicher und führt zu hohen Ersparnissen gegenüber der autarken Beschaffung durch die einzelnen Zweisystembetriebe.

Die aktuell vorhandenen 12 Citylink-Bahnen werden mit Fertigstellung des Teilabschnittes Eisenbahn in Richtung Aue auf den Stufen 1 und 2 zum Einsatz kommen. Für den weiteren Ausbau des Chemnitzer Modells, also für die Stufen 3, 4 und 5 und später als Ersatz für die Variobahnen auf der Linie C11 (Stufe 0) werden langfristig insgesamt ca. 20 weitere Fahrzeuge benötigt. Es haben schon heute Betrachtungen zur zukünftigen Antriebsform (ob elektrisch mit 15 kV Bahnstrom und/oder Diesel) sowie zu den Vergabemöglichkeiten stattgefunden. Die konkrete Fahrzeugkonzeption geht mit der Betrachtung aller notwendigen Voraussetzungen sowohl auf infrastruktureller (Elektrifizierung, Barrierefreiheit etc.) als auch auf betrieblicher Ebene (geeignete Reiseketten, fahrplanerische Verknüpfungen etc.) einher.

Pressemitteilung der Verkehrsverbund Mittelsachsen GmbH

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