
Ein Campingzelt, ein Schlafsack, ein Longboard, eine Musikbox oder sogar eine Nintendo Switch – was auf den ersten Blick wie eine Packliste für ein Festivalwochenende klingt, sind tatsächlich einige der außergewöhnlichen Fundstücke, die in den vergangenen zehn Jahren im Elektronetz Mittelsachsen (EMS) in den Zügen der MRB liegen geblieben sind.
Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte, hat am 12. Juni die Gelegenheit dazu: Im Rahmen des „10 Jahre EMS“-Events am Chemnitzer Hauptbahnhof findet die Fundsachen-Versteigerung „Best of 10 Jahre Elektronetz Mittelsachsen“ statt. Versteigert werden Fundstücke, die ihren Weg nicht zurück zu ihren Besitzerinnen und Besitzern gefunden haben. Die Bezahlung ist vor Ort bar oder per PayPal möglich.
Was bei der Versteigerung für Aufmerksamkeit sorgt, ist für die ursprünglichen Besitzerinnen und Besitzer zunächst einmal ärgerlich. Umso besser, dass viele verlorene Dinge ihren Weg zurückfinden.

Etwas im Zug vergessen? So funktioniert die Fundsuche
Jeden Tag werden in den Zügen der MRB liegen gebliebene Gegenstände gefunden. Diese werden gesammelt und anschließend den zuständigen Fundstellen zugeführt. Dabei kann es bis zu drei Tage dauern, bis eine Fundsache nach dem Verlust erfasst wird.
Wer etwas vermisst, kann unkompliziert eine Suchanfrage stellen. Über die Fundservice-Datenbank der MRB lässt sich prüfen, ob ein Gegenstand gefunden wurde. Außerdem können Verlustmeldungen online aufgegeben werden.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Gut zu wissen: Wo werden Fundsachen aufbewahrt?
Fundsachen aus den MRB-Zügen werden durch die MRB verwaltet. Wer Fragen zu einer bereits aufgegebenen Verlustmeldung hat, kann sich außerdem direkt an das Fundbüro wenden oder in den Kundencentern in Chemnitz, Zwickau und Döbeln nachfragen.
Wichtig: Wenn ein Gegenstand direkt am Bahnhof oder in den Zügen anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen verloren wurden, sind die jeweiligen Betreiber die richtigen Ansprechpartner.
Vergessen, gefunden, versteigert
Die Fundsachen-Versteigerung beim „10 Jahre EMS“-Event zeigt eindrucksvoll, welche ungewöhnlichen Gegenstände im Laufe der Jahre in den Zügen vergessen wurden. Vielleicht findet das Longboard, das Campingzelt oder die Musikbox am 12. Juni ja eine neue Besitzerin oder einen neuen Besitzer.
Und für alle anderen gilt: Vor dem Aussteigen lohnt sich immer ein kurzer Blick auf den Sitzplatz und die Gepäckablage. Falls doch einmal etwas liegen bleibt, helfen wir bei der Suche nach der verlorenen Fundsache gerne weiter.