
Zehn Jahre Elektronetz Mittelsachsen bedeuten vor allem eines: Viele Menschen, die täglich dafür sorgen, dass Pendler zur Arbeit kommen, Kinder in die Schule und Reisende an ihr Ziel. Im Sichtbaren sind das die Verbindungen RE 3, RB 30 und RB 45 zwischen Dresden, Chemnitz, Zwickau, Hof und Elsterwerda. Im Hintergrund ist es ein Zusammenspiel aus Erfahrung, Abstimmung – und jede Menge Engagement.
Alltag auf Schienen Für viele gehören die Linien RE 3, RB 30 und RB 45 längst selbstverständlich zum Tagesablauf. Ein Blick auf den Fahrplan, der Weg zum Bahnsteig, ein Zug, der kommt. Nicht jeder Tag verläuft gleich, nicht jede Fahrt ohne Abweichung – und doch entsteht über die Zeit etwas Verlässliches: ein System, das im Alltag funktioniert. Seit dem Start waren über 60 Millionen Fahrgäste mit uns unterwegs. Dabei sind rund 54 Millionen Kilometer zusammengekommen – etwa 1.350 Erdumrundungen. Große Zahlen, hinter denen vor allem viele kleine Wege stehen.

Wenn der Alltag nicht ganz nach Plan läuft Gleichzeitig ist das Netz ständig im Wandel. Baumaßnahmen durch die DB InfraGO führen immer wieder zu Anpassungen: geänderte Fahrzeiten, Umleitungen oder Ersatzverkehr mit Bussen. Das gehört inzwischen dazu – und bringt spürbare Veränderungen im Alltag mit sich. Ohne diese Arbeiten gäbe es jedoch keine Weiterentwicklung der Infrastruktur.

Zusammenarbeit im Hintergrund Dass das System trotzdem funktioniert, liegt am Zusammenspiel vieler Partner: Die Aufgabenträger und Verkehrsverbünde – darunter VMS, VVO, VVV, BEG und VBB – schaffen den Rahmen für das Angebot und finanzieren einen Großteil des Angebots aus öffentlichen Mitteln. In der Werkstatt in Chemnitz kümmern sich Teams von Alstom gemeinsam mit MRB-Kolleginnen und Kollegen um Reinigung, Wartung und Instandhaltung der Fahrzeuge. Viele Zahnräder greifen ineinander – oft unbemerkt, aber entscheidend für den Betrieb.

Die Menschen dahinter Rund 290 Mitarbeitende halten das Elektronetz Mittelsachsen am Laufen – im Führerstand, in der Leitstelle, in der Werkstatt, im Service und im Hintergrund. Oft beginnt der Arbeitstag, bevor der erste Zug fährt. Was von außen wie ein klarer Ablauf wirkt, besteht aus vielen einzelnen Handgriffen – und aus Erfahrung im Umgang mit Situationen, die sich nicht planen lassen. Gerade in Zeiten mit vielen Veränderungen ist eines spürbar geblieben: Der Stolz auf das, was jeden Tag geleistet wird – und die Freude darauf, was noch entsteht.

Die Extrameile Manchmal geht es auch um mehr als den Fahrplan. Abseits des Alltagsgeschäfts übernehmen die Züge des Elektronetzes Mittelsachsen immer wieder besondere Aufgaben – als Sonderzüge, als Unterstützung, als Teil von Momenten, die über den normalen Betrieb hinausgehen. So ging es etwa 2019 mit einem Sonderzug nach Berlin, um die Bewerbung von Chemnitz als Kulturhauptstadt 2025 zu begleiten. Oder in diesem Jahr mit vielen Fans der NINERS im Zug zum Auswärtsspiel gegen Alba Berlin. Es sind genau diese Fahrten, die zeigen, was möglich ist, wenn ein Netz nicht nur verbindet, sondern die Region auch auf besondere Weise begleitet.

Zehn Jahre – und es geht weiter Das Elektronetz Mittelsachsen hat sich in den vergangenen Jahren beständig weiterentwickelt. Mehr Fahrgäste, zusätzliche Anforderungen, neue Angebote – mehr Bewegung im System. Dazu gehören auch Veränderungen im Alltag: neue Ticketangebote wie das Deutschland‑Ticket, digitale Ergänzungen wie die MRB‑App „TicketGuide+“ oder neue Wege der Information, etwa über den Instagram‑Kanal der MRB. Und auch in Zukunft wird es nicht stiller werden. Es wird gebaut, angepasst, weitergedacht. Zwischen Routine und Veränderung entsteht so ein Netz, das verbindet – oft ganz unauffällig.

Gemeinsam 10 Jahre EMS feiern Genau zehn Jahre nach der Inbetriebnahme des Elektronetzes Mittelsachsen am 12. Juni 2026 möchten wir Danke sagen – und dieses Jubiläum gemeinsam mit Ihnen feiern. Ab 14:00 Uhr im Chemnitzer Hauptbahnhof erhalten Sie Einblicke in den Bahnalltag: Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen, kommen Sie mit unseren Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch oder werfen Sie einen Blick in den Führerstand. Auch für kleine Zugfans ist gesorgt – mit Glücksrad und Kinderschminken. Und bei der Fundsachenauktion gibt es die Gelegenheit, das eine oder andere besondere Stück zu entdecken. Mehr Informationen zur Veranstaltung gibt es hier.