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Eisenbahnerin mit Herz: Simone Hübert über Mut, Menschlichkeit und ihren Weg zur MRB

Rund um die MRB
Simone Hübert
MRB-Eisenbahnerin mit Herz Simone Hübert

Wenn man Simone Hübert begegnet, versteht man schnell, warum Fahrgäste sie nominiert haben. Sie strahlt Ruhe aus, hört zu, bleibt freundlich – und zeigt Haltung, wenn es darauf ankommt. Genau diese Mischung aus Empathie und Klarheit hat ihr nun die Auszeichnung „Eisenbahnerin mit Herz – Landessiegerin Sachsen“ eingebracht.

Simones Geschichte zeigt eindrucksvoll, wie viel Verantwortung Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer jeden Tag tragen und wie sehr ihr Handeln das Reiseerlebnis prägt. Und genau deshalb möchten wir im MRB‑Blog nicht nur die Auszeichnung feiern, sondern vor allem die Person vorstellen, die dahintersteht.

Vom eigenen Restaurant in die Regionalbahn

Simone ist seit dem 1. Januar 2025 bei der MRB. Davor war sie 13 Jahre lang selbstständige Gastronomin – ein Beruf, der viel Einsatz, Organisationstalent und Menschenkenntnis verlangt.

„Nach der Aufgabe meines Geschäfts wollte ich mich neu orientieren“, erzählt sie. „Die Bahn sah ich als spannende Herausforderung. Und ich wollte unbedingt wieder in einem Beruf arbeiten, in dem man viel mit Menschen zu tun hat.“ Als alleinerziehende Mutter von vier Kindern weiß sie, was es heißt, Verantwortung zu tragen und flexibel zu bleiben. Vielleicht ist es genau diese Lebenserfahrung, die sie in stressigen Situationen so souverän handeln lässt.

„Ich freue mich sehr – aber ich nehme die Auszeichnung stellvertretend für meine Kollegen entgegen.“
Simone Hübert

Die Nachricht über ihre Auszeichnung erreichte sie nach dem Urlaub per E‑Mail. „Ich war erstmal sehr überrascht“, sagt sie. „Und besonders gefreut hat mich, dass meine Kolleginnen und Kollegen sagten: Wir haben für dich gestimmt.“

Dass sie die Ehrung nicht nur für sich, sondern für das ganze Team sieht, zieht sich wie ein roter Faden durch das Gespräch. „Wir alle machen jeden Tag einen guten Job auf der Schiene. Ich nehme die Auszeichnung stellvertretend für uns alle entgegen.“

Ein Arbeitsalltag voller Begegnungen – und Herausforderungen

Was Simone an ihrem Job besonders liebt, ist die Abwechslung. „Kein Tag ist wie der andere. Ich treffe so viele verschiedene Menschen – das macht meinen Beruf aus.“

Drei Eigenschaften helfen ihr dabei besonders: kundenorientiertes Denken und Handeln, Freundlichkeit und Durchsetzungsvermögen.

Und das braucht sie auch. Denn nicht jeder Tag ist leicht. „Notarzteinsätze sind immer herausfordernd. Und natürlich gibt es Fahrgäste, die nicht verstehen wollen, dass Bahnfahren Geld kostet und denken, sie könnten ohne Fahrkarte durchkommen.“

Preisverleihung Potsdam
Auf der Gala in Potsdam gratulierten MRB Geschäftsführer Jan Kleinwechter und Christian Kleinenhammann, COO Transdev GmbH, Simone Hübert.

Momente, die bleiben

Simone erzählt von einer jungen Frau, die kurz vor einem epileptischen Anfall stand. „Ich habe mich zu ihr gesetzt, ihre Hand gehalten und wir haben über Gott und die Welt gesprochen, bis der Notarzt kam. Sie war abgelenkt – und der Anfall blieb aus, bis Hilfe da war.“ Solche Situationen prägen. Aber es sind auch die kleinen Gesten, die sie berühren:

„Kurz vor Weihnachten hat mir eine junge Frau einen Umschlag mit selbst gebastelten Weihnachtssternen geschenkt.“

Oder die Fahrgäste, die sagen: Schön, dass ich Sie heute wieder sehe. Das sind die Momente, die zeigen, wie viel Nähe und Vertrauen im Zugalltag entstehen können.

Haltung zeigen, wenn es darauf ankommt

Dass Simone in schwierigen Situationen Ruhe bewahrt, hat sie im Juni 2025 eindrucksvoll gezeigt. Zwei aggressive Personen verhielten sich provokant und rassistisch. Simone übernahm nach einem Personalwechsel den Zug – und blieb klar, ruhig und konsequent.

Mit deutlichen Worten stellte sie die Männer vor die Wahl: freiwillig aussteigen oder die Polizei hinzuziehen. In Hohenstein‑Ernstthal verließen sie den Zug. Die Situation war entschärft, die Fahrgäste geschützt. Für Simone war es „einfach meine Arbeit“. Für die Jury war es ein Beispiel für Mut, Verantwortung und Professionalität.

„Ich bin froh, dass ich im Team der MRB so gut aufgenommen wurde.“
Simone Hübert

Simone blickt positiv nach vorn: „Ich wünsche mir, dass der Regionalverkehr weiter ausgebaut wird und noch mehr Menschen den Zug nutzen.“ Und sie betont, wie wichtig ihr das Team ist: „Ich bin froh, dass ich bei der MRB so gut aufgenommen wurde. Mein besonderer Dank gilt Herrn Ackermann‑Riedel, Leiter Kundenbetreuer bei der Transdev Mitteldeutschland GmbH, für die gute Betreuung während der Ausbildung und dafür, dass er immer ein offenes Ohr hat.“

Ein Vorbild für viele

Simone Hübert zeigt, was es bedeutet, mit Herz, Haltung und Menschlichkeit im Regionalverkehr zu arbeiten. Ihre Auszeichnung ist ein Zeichen dafür, wie wichtig diese Arbeit ist – und wie sehr sie von Fahrgästen und Kolleginnen und Kollegen wahrgenommen wird.

Für uns bei der MRB steht fest: Simone ist eine Eisenbahnerin mit Herz – jeden Tag.

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